Mother Elisabet von Schweden

Elisabet Elisabet mit Georg

Das linke Bild zeigt Elisabet bei unserer Malawi-Reise im Jahr 2009. Dieses Foto bestätigt die Wahrheit des Sprichworts "Geben ist seliger als Nehmen"

Im August 2010 hat sie uns eingeladen, sie in Schweden zu besuchen. Das rechte Foto zeigt Elisabet mit Malawi-George (siehe Schrift auf dem Hemd)

Mother Elisabet ist eine wunderbare Frau. Materiell gesehen ist sie 80 % von FMW. Ohne ihr großes, liebendes Herz hätten wir das meiste von dem, was wir in Malawi taten nicht tun können.

Wie haben wir uns kennen gelernt? Mein Freund und 2. Vorsitzender von FMW, Wolfgang Ritter, veröffentlichte den Artikel "Afrika- vergessener Kontinent" in der Zeitschrift Goetheanum. Elisabet las den Artikel und wollte mich daraufhin anrufen, tat es aber wegen der sprachlichen Hemmungen nicht. Elisabet fühlte sich besonders von unserem Ansatz angesprochen, dass wir den Armen die frohe Botschaft des organischen Landbaus bringen wollten. Sie wollte sich richtig informieren und dazu wollte sie mich treffen. Ich schlug ihr vor sie am Nürnberger Flughafen abzuholen. So geschah es denn. Wir verbrachten vier wunderschöne Tage in Franken. Nach ihrem Rückflug fragte mich meine Frau wie viel denn Elisabet nun spenden würde. Meine Antwort war, dass ich es nicht wüsste, dass ich mir aber jeden Betrag zwischen 100 € und 1000 € vorstellen könne. Nach einer Woche kam eine Spende, die mir den Atem raubte und bei dieser Spende blieb es nicht. Ich danke dem Himmel, dass ich diese Frau in meinem Leben kennen lernen durfte. Unsere Malawi-Reise im Jahr 2009 war für mich und auch für sie ein Erlebnis. Nie hätte ich gedacht, dass ich eine Reise mit einer 78-jährigen so genießen könnte. Wir waren ein richtig gutes Team. Sie ist wahrlich ein liebender Mensch. Viele Menschen in Malawi und auch ich wurden durch sie verändert. Ich liebe Elisabet von ganzem Herzen. Sie hat so viel Gutes getan, dass es mir schwer fällt irgendwo anzufangen. Patrick Mhone und Aaron Makwakwa konnten mit ihrer Hilfe nach Kenia geschickt werden wo sie ein Diplom in organischer Landwirtschaft erwerben. Mit ihrer Hilfe haben wir in der Nähe des Vwaza Marsh Wildlife Reserve MEOF (Mother Elisabeth Organic Farming) ins Leben gerufen. Zur Zeit errichten wir das Hauptgebäude mit den Unterrichtsräumen und dem Büros.

Das Besondere an MEOF ist, dass es eine wahre Grassroot-Organisation ist. Normalerweise geht in den afrikanischen Staaten alles von oben nach unten. Die Oberen bestimmen was läuft und was nicht läuft. Wir sind zu den Armen gegangen und arbeiten mit ihnen. Die "wichtigen Reichen" wollten wir eigentlich gar nicht haben, denn wir wussten ja aus Veröffentlichungen und von James Shikwati, dass die gesamte Entwicklungspolitik bisher nicht funktioniert. Wir wollten seine Forderung, dass die Arbeit von Afrikanern u. Afrikanerinnen gemacht werden muss, in die Tat umsetzen. Dafür mussten wir die richtigen Menschen finden und diese dann ausbilden lassen. Danach hat der wichtigste Schritt zu folgen. Nun muss Entwicklung angestoßen werden! Wir wollen eine bessere Welt aufbauen. Das wird kein leichtes Unterfangen, denn die Afrikaner haben keine Probleme zu einem weißen Menschen aufzuschauen, ihm Respekt zu zollen. Bei einem Menschen aus ihrem Dorf ist es dann so wie es auch in der Bibel steht, dass der Prophet im eigenen Land nichts gilt.

Ich hoffe, dass sie unserer großen Hoffnung, Patrick Mhone, dem Hauptverantwortlichen von MEOF, das Leben nicht unnötig schwer machen. Ich werde da wohl noch einige Male ganz deutliche Worte mit den traditionellen Führern, den Chiefs und manch anderen Leuten sprechen müssen.